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Schufa-Auskunft kostenlos anfordern – braucht man das?

Die Schufa Holding ist eine bundesweit sehr bekannte Aktiengesellschaft, die es sich zum Zweck gemacht hat, ihre Vertragspartner mit Informationen bezüglich der Bonität Dritter zu versorgen. In Deutschland hat jeder Bürger einmal im Jahr das Recht, eine Selbstauskunft ohne Entstehung von Kosten anzufordern. Das lohnt sich deshalb, weil man dann die gespeicherten Daten auf Richtigkeit überprüfen kann und so unliebsamen Überraschungen aus dem Weg geht.

Frau steckt einen Geldschein in ihre Geldbörse.

Die Schufa sammelt Bonitätsinformationen der Bundesbürger, die sie ihren vertraglichen Partnern auf Antrag offenlegt. Bildquelle: Andrei Korzhyts – 307086920 / Shutterstock.com

Kostenlose Schufa-Selbstauskunft binnen weniger Schritte einfordern

Ein jeder hat schon einmal von der Schufa gehört, doch nur wenigen Menschen ist bekannt, dass die hier hinterlegten und gespeicherten Informationen von noch weitaus größerer Relevanz sind, als gemeinhin angenommen wird. Dabei legt die Schufa ihren Vertragspartnern immer dann die von Bürgern gespeicherten Daten offen, wenn die Kunden einen entsprechenden Antrag stellen. Das kann in der Praxis dazu führen, dass beispielsweise der Abschluss eines Mietvertrages unter Hinweis auf den schlechten Schufa-Score verweigert wird oder selbiges beim Handy-Vertrag passiert. Es kann sich also in jedem Fall lohnen, einmal jährlich eine Selbstauskunft einzuholen, was für gewöhnlich binnen weniger Schritte erledigt ist:

  1. Zunächst muss die Seite „meineschufa.de“ aufgerufen werden, wo ganz unten ein entsprechendes Formular aufgerufen werden kann.
  2. Im nächsten Schritt erscheint eine Seite, auf der linksseitig die Datenübersicht gemäß §34 Bundesdatenschutzgesetz vermerkt ist.
  3. Hier muss auf den Button „Jetzt bestellen“ geklickt werden, woraufhin sich das Bestellformular öffnet.
  4. Das deutschsprachige Formular kann sodann heruntergeladen und ausgedruckt werden.

Wie man sieht, ist es also alles andere als schwierig, die Selbstauskunft einzuholen. Weitere Tipps gibt es hier. Bei Fragen kann auch jederzeit die Schufa direkt kontaktiert werden.

Schufa sammelt von jedem Bundesbürger relevante Daten

Mann kontrolliert die Daten zu seiner Bonität.

Man tut selbst gut daran, in regelmäßigen Abständen die bei der Schufa hinterlegten Daten genauestens zu überprüfen. Bildquelle: Africa Studio – 543880450 / Shutterstock.com

So manch einer wird sich sicherlich auch schon die Frage stellen, welche Daten überhaupt bei der Schufa hinterlegt sind und welche von ihnen am wichtigsten sind. Allgemein trifft dies auf die folgenden Informationen zu:

  1. Name
  2. Geburtstag
  3. Aktuelle und frühere Wohnorte
  4. Etwaige Mahnverfahren und Inkassoverfahren
  5. 5. Kontoeröffnungen und Kontoschließungen
  6. Verträge und Kredite

Abgesehen davon, dass in der Schufa auch abgegebene eidesstattliche Versicherungen erfasst werden, gibt es natürlich auch eine Reihe von Daten, die hier nicht hinterlegt sein dürfen. Dazu gehören beispielsweise das Einkommen der jeweiligen Person, aber auch das ihr gehörende Vermögen, aktuelle Arbeitgeber und der Familienstand. Im Bundesdatenschutzgesetz ist auch geregelt, wie lange die Daten bei der Schufa gespeichert werden. Größenteils ist hier eine Frist von drei Jahren gesetzt.

Bei Fehlern in der Schufa ist schnelles Handeln wichtig

Von praktisch besonders großer Relevanz ist die Frage, was man tun sollte, wenn die Schufa Fehler gemacht hat. Diese schlagen sich nämlich in einem viel zu geringen Score nieder, der ein falsches Bild über die Bonität des Bürgers widerspiegelt. Es gilt die einfache Prämisse, dass es umso besser ist, desto zügiger man die falschen Daten entdeckt. Im Anschluss ist es möglich, eine Korrektur der Daten auf schriftlichem Wege anzufordern. Die Schufa ist dann dazu verpflichtet, diese zu berichtigen oder zu löschen.

  • Fehler können vor allem passieren, wenn es zu Verwechslungen gekommen ist.
  • Auch Fehler bei der Übermittlung der Daten spielen eine Rolle oder illegale und betrügerische Vorgehen.

Passt der eigene Score dann wieder, sind normalerweise auch sämtliche Hindernisse für den Abschluss von wichtigen Verträgen beseitigt, sofern diese auf der eigenen Bonität beruhen. Sollten die negativen Informationen, die bei der Schufa hinterlegt sind, jedoch den gegebenen Tatsachen entsprechen, so hat man dies in der Regel hinzunehmen. Glücklicherweise gibt es dann aber immer noch Möglichkeiten, wie man selbst den Score verbessern kann. So können etwa alte und nicht mehr benutzte Konten sowie Kreditkarten gekündigt werden.

Schuldenfrei dank Weg-Adresse

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